F e e l so f r e e

Liebe Fynni,

es war wirklich dumm von mir, den Blog so weiter zu nutzen. Ich wollte dich damit keines Falls vor den Kopf stoßen oder dich irgendwie verletzen.
Ich weiß, dass du dir immer Sorgen um mich und mein verwirrtes Verhalten machst. Ich würde dir so gerne von meinen Gedanken erzählen und sagen "Ja, verdammt, mir gehts scheiße!". Aber dann höre ich wie alle, Leute wie mich verurteilen und sagen wie behindert und gestört sowas ist. Und ich bekomme immer mehr Angst, deine Freundschaft zu verlieren. Ich würde am liebsten ganz normal sein. Normal, wie alle Menschen mit ihren Problemen umgehen und normal essen und eine normale Beziehung führen.
Jedes mal wenn ich über solche, für andere banale, Dinge nachdenke bekomme ich ein Gefühl der Hilflosigkeit. Das was ich jetzt hier, bewusst öffentlich, schreibe wirst du vielleicht nicht verstehen und ganz bestimmt verurteilen. Aber vielleicht war so ein outing schon lange fällig.

Ich mache mir vielleicht zu viele Gedanken über alles. Ich lasse mehr Schlechtes an mich ran, als Gutes. Es ist verrückt, aber ich brauche dieses Gefühl. Wenn es mir gut geht, suche ich fast krampfhaft nach etwas schlechtem in meinem Leben. Nach einer Konstanten etwad was immer bleibt. Was mich nicht zurück stößt. Was mich nicht entäuscht oder stirbt. Der Schmerz, vielleicht auch der Hunger. Ein Wunch Kontrolle über meinen Körper zu haben. Ich will meinen Körper beherrschen. Ich will nicht mehr verlieren.

Jetzt denkst du sicher, dass das krank ist und ich könnte dir noch nicht einmal wiedersprechen. Denn es ist krank. Das sehe ich ein. Aber ich kann nicht dagegen kämpfen. Aber auch nicht um Hilfe bitten. Mein Mund ist wie zugeklebt. Ich will nicht das mich jemand bemitleidet aber trotzdem will ich, dass es jemanden interessiert, was ich tue.

Und dann höre ich meine Mutter Dinge sagen wie "Dicke" und schlimmeres. Das spornt mich einfach an weiter zu Hungern. Perfekt für sie zu werden. Ich will, dass sie stolz auf mich ist. Das sie mich lieb hat. Ich wünsche mir manchmal, einfach hieraus zukommen. Weg. In eine andere Stadt. Von vorne beginnen. Aber hier ist meine Familie. Meine Vergangenheit. Alles was ich liebe.

Es tut mir so leid, dass ich dir soviele Probleme mache. Ohne mich wärst du sicher besser dran. Du müsstest nicht ständig an jemanden denken, der sich das Leben selber zur Hölle macht... =( 

26.1.07 18:54
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Fynni / Website (29.1.07 00:11)
du doofe Kuh!!! >_______<
Ich wär ohne dich ganz sicher nich besser dran!! Du bist mir verdammt wichtig.
Ich liep dich doch T_T
Aber versuch die Sache doch mal von meiner Seite aus zu sehn:
Solche "ernsten" Themen krieg ich von dir immer bloß übers Internet, meistens auch noch rein zufällig mit.
Das tut weh.
Bin ich so wenig vertrauenswürdig? Glaubst du, du findest bei mir keinen Halt oder einfach eine Person, mit der du reden kannst?
Ich wäre das gerne für dich. Ich bin gerne die Schulter zum ausweinen für dich. Wenn auch bloß übers Telefon.... (Scheiß Entfernung... warte nur, bis ich den Führerschein hab!!)
Aber vertrau mir doch ein bisschen.
Das wollte ich dir nur sagen... Du musst es natürlich nicht annehmen. Aber es würde mich einfach freuen, wenn du ein bisschen offener mir gegenüber wärst. Du musst nicht! Ich will und kann dich ja überhaupt nicht dazu zwingen.
Ich will nur, dass du weißt, dass du mir vertrauen KANNST.
Ob du das auch willst bleibt dir überlassen.

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